Mittwoch, 10. Januar 2018

Knitted E-Book Cover

Inzwischen - ich geb es zu - besitze ich zwei E-Books, eines mit und eines ohne leuchtendes Display. Naja, das braucht wirklich nicht jeder Mensch. Aber jedes E-Book braucht eine hübsche Hülle!
Also habe ich meinem "alten" E-Book einen feschen Überzug gestrickt.


Not everybody needs two e-books, but every e-book needs a pretty cover. So I knitted a new one for my old e-book. :)

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Do it like Holbein - Meine persönliche Holbein-Fälschung

 Vor einigen Jahren habe ich an der Urania in Graz einen Lasur-Kurs belegt, in dem die Technik der alten Meister, wie z.B. des berühmten Renaissance-Künstlers Hans Holbein (der Jüngere) ausprobiert werden konnte.

 
Im Kurs habe ich bei erster Gelegenheit gleich mal alle schockiert, dass ich nicht erst brav irgendein anderes Bild kopieren wollte, sondern gleich mich selbst darstellen wollte - noch dazu in so komischer Kleidung! Aber ein echter Freak ist ein Freak ist ein Freak...

 

 Der erste Schritt der Arbeit war es eine Holzplatte (Spanholz) mit mehreren Schichten Gesso (flüssiger Gips) zu bearbeiten: Gesso auftragen, glatt schleifen, auftragen, glatt schleifen... - insgesamt etwa zehn mal. Da versteht man gleich, warum die Alten Meister immer eine Menge Lehrbuben hatten, damit die diese depperte Arbeit erledigen können.
Dann wurde das Motiv auf ein Blatt aufgezeichnt - ja, ich habe es freihand abgezeichnet und nicht  abgepaust! Anschließend wurde das Motiv per Tintenpapier auf die vorbereitete Holzplatte übertragen. Noch nicht besonders elegant, aber immerhin man sieht man, was es eines Tages werden soll.
Der nächste Schritt war es, quer über die Platte mit dünner Sepiafarbe (Acryl, weil es billiger ist und schneller trocknet) zu grundieren und immer wieder drüber zu grundieren, bis sich langsam die helleren und die dunkleren Stellen daraus ergeben. Am Bild sieht man den Stand der Dinge nach zwei Stunden Arbeit - mit Getto auftragen allerdings. Weit bin ich noch nicht gekommen, aber ich bin zuversichtlich, dass es noch was wird.



Das Schwierige an der Arbeit ist (für mich zumindest) wirklich so fein zu pinseln, dass man nachher möglichst keine Striche sehen kann. Wer mich kennt weiß, dass ich gerne Dinge mit viel Schwung mache, was hier allerdings die völlig falsche Zugangsweise ist.
Zumindest wird mir nun langsam klar, warum die Impressionisten irgendwann die ganze klassizistische Salonmalerei über den Haufen geschmissen haben und pastos und ohne ewige Herummischerei malen wollten...

Soweit also mein bisheriges Ergebnis, noch immer in Grundierungsfarben (sepia, ein bisserl weiß und ein Beigeton) in Acryl.
Nach ungefähr einer weiteren Stunde Arbeit hatte ich endlich so halbwegs heraußen, wie ich tun muss, damit ich mit möglichst wenig sichtbaren Pinselstrichen die Grundierung malen kann.
Nun gut... Gegen Ende der Einheit kam dann die Kursleiterin, unsere Meisterin, wie wir sie nennen, (sie hat eigentlich einen japanischen Namen, den niemand aussprechen kann) an meinen Platz, stellte fest, dass meine Pinselstriche noch immer nicht gleichmäßig genug sind und außerdem meine Grundierung zu dunkel geworden sei und begann fröhlich mit weiß über alles wieder drüber zu pinseln. Deshalb sah mein Portrait dann so aus...


Inzwischen bin ich kurz vor den Deatils angekommen - ich habe immerhin schon ein Auge halbwegs ausgearbeitet - und es ist immer noch ein Wahnsinn, wie lange man über eine Stelle drüber pinseln muss, bis das ganze passt. Aber, ich hoffe man sieht es, es wird wirklich überraschend dreidimensional, wenn man so oft über eine Stelle lasierend drüber geht. Die Tiefenwirkung ist merkbar.


Scheinbar ist gar nichts weiter gegangen. Diesmal waren die Details dran und wenn man sich je gefragt hat, warum manche Künstler jahrelang an einem einzigen Bild gewerkt haben, dann habe ich jetzt zumindest eine Vermutung: Ich habe nämlich für ein einziges Auge mit Augenbraue (und man hat ja bekanntlich zwei davon) fast eine Stunde gebraucht.


Auch Haare und Lippen (Himmel, die sind wohl das schwierigste!!) habe einige Details dazu bekommen. Das ganze Gesicht schaut inzwischen so aus und ich bin guter Hoffnung, dass ich nächste Woche endlich mal mit den Ölfarben ran darf.  Endlich ein bisschen Farbe auf den blassen Wangen!!


 ...auch die Knöpfe auf der Pelerine wurden möglichst detailiert ausgearbeitet....
- Und dann ENDLICH Öl!!
Aber wieder nur ganz lassirend und hell und irgendwie in einem völlig anderen Farbton als erwartet. Deshalb sehe ich auf dem Bild nun auch ein bisschen gelb aus. Das Häubchen hat auch etwas Farbe bekommen: und das wirklich Spannende war, dass sich aus dunkler Umbra und Ultramarinblau ein Grauton hat mischen lässt, der eine ganz besondere Tiefe hat.


Ach ja, bevor ichs vergesse, ich muss noch ein bisschen jammern: Während Acryl wirklich, wirklich fest und fix ist und bleibt, wenn es einmal getrocknet ist, hat die Ölfarbe die unglaublich dämliche Eigenschaft, dass man sie immer wieder mit dem entsprechenden Malmittel (im Moment ist es eine Mischung mit ziemlich viel Terpentinanteil) wegwischen kann. Das heißt, wenn ich so doof bin und irgendwo zu oft drüber pinsel, dann ist alles wieder weg!!!
Inzwischen bekommt es tatsächlich langsam Farbe, aber leider nur hauchzart, Schicht für Schicht. Von richtig schön fetter, satter Farbe ist also noch nichts zu sehen....
Immerhin, die Lippen röten sich leicht und die Pelerine wird langsam nachtblau.


Inzwischen sieht man nicht mehr so die riesengroßen Veränderungen an dem Bild, aber aus der Nähe betrachtet, tut sich schon einiges. Wer genau schaut, wird es bemerken. Die zweite Ölschicht ist drauf, diesmal eine noch glänzendere Mischung mit mehr Leinöl und weniger Terpentin, was auch viel langsamer trocknet.Die Schwierigkeit besteht nun vor allem darain aus den Farben genau die Töne zu mischen, die man für einen bestimmten Bereich braucht. Man ahnt gar nicht wie viele unterschiedliche Hauttöne man erreichen kann, ein bisschen bläulich unter den Augen, ein bisschen violett (!!) an den Schläfen, gelblich am Nasenrücken...

Und das ist nun das Ergebnis:
Es ist zwar nicht perfekt geworden, aber ich bin zufrieden - auch wenn wahrscheinlich kaum wer es mir als Holbein-Fälschung abkaufen wird... Immerhin habe ich ein Bild mit diesem Stil durchgezogen. Vielleicht wechsle ich das nächste Mal zu Picasso...^^


Montag, 18. Dezember 2017

Asymmetrisches Perlen-Tuch - A Scarf with Pearls

Diesmal habe ich einfach zum Üben und Ausprobieren ein asymmetrisches Tuch aus einem wundervollen gelb-grünen Verlaufsgarn gestrickt - und dabei Perlen eingearbeitet. Dafür habe ich noch einmal dieses Muster verwendet. Die Perlen wurden jeweils einzeln mit einer Häkelnadel auf die Masche aufgefädelt, wo ich sie haben wollte. Überraschend einfach und effektvoll, muss ich sagen! :)


For this asymmetric scarf I used a green and yellow yarn and knitted pearls into the pattern. Quite easy and  effective. :)

Freitag, 1. Dezember 2017

Incredible! - 10 000 Hits!

Unglaublich! Hin und wieder stalke ich mich ja selbst und habe da auf meiner Statistik (heute) genau 10 007 Seitenaufrufe, entdeckt! Wow! Es ist wirklich kein schlechtes Gefühl, wenn man doch immerhin so oft schon mal angeklickt wurde. :-)

Sometimes I do stalk myself  - and then I fount exactly 10 007 views had been reached (today). Wow! It really feels good to know that there are some people who like my things. :)

Dienstag, 28. November 2017

Großes Schultertuch - A large Scarf


 Ich habe schon ziemlich lange einige Knäuel hellbrauner Wolle gehortet, aus denen ich nicht recht wusste, was ich machen soll - wieder ein Erbstück von meiner Oma.
Schließlich habe ich beschlossen, alles auf einmal zu verarbeiten und habe ein extra großes Schultertuch angefangen, und dabei auch gleich ein paar andere Resterln verwurschtet.
Das Muster dazu habe ich auch bereits hier verwendet.

What should I do with quite a lot of light-brown vintage-wool. Just make another extra big scarf...
 

... und weil es so schön ist, habe ich das neue Tuch auch gleich beim letzten Herbst-Shooting in Szene gesetzt. Wenn nun doch bald der Winter kommt, wird es mir gute Dienste erweisen. :)


I couldn't help but to show the scarf at the latest Victorian-autumn-shooting. I'm sure that it will be very useful when winter is coming. :)
 

Sonntag, 12. November 2017

Historischer Unterricht im Ersten k.k. Staatsgymnasium

Zur Feier des 444-jährigen Bestehens unserer Schule, wurde das Experiment gewagt, für einen Nachmittag einen Blick ins Unterrichtsgeschehen von vor 123 Jahren zu werfen. Für dieses Projekt fanden sich einige freiwillige, sehr engagierte Schüler und Schülerinnen, die mutig genug waren, für einige Stunden eine solche Zeitreise zu unternehmen.
 Ein gestrenges LehrerInnen-Kollegium unterrichtete die Burschen und Mädchen in Ungarisch, Deutscher Literatur, Schönschrift, Militär-Geschichte und NATÜRLICH Latein. - Und selbstverständlich durften auch mehrere Hilfslehrerinnen nicht fehlen - wo bliebe denn sonst die notwendige Disziplin?! Vor allem, als der k.k. Schulinspektor höchstpersönlich einen unerwarteten Besuch im Klassenzimmer machte...


In den Unterrichtseinheiten zeigten einige Schüler, wie brav und aufmerksam sie waren...







 ...und andere fassten Strafen aus.
 Manche Lehrer und Lehrerinnen kamen der Verzweiflung nahe...



...und anderen wandten schlicht das althergebrachte, pädagogische Mittel des Bösen Bilcks an.



Schlussendlich muss man aber sagen, dass es ein durchwegs gelungenes Experiment war. Jedenfalls wir Lehrer hatten unheimlichen Spaß! ;)  ... und die SchülerInnen höchst wahrscheinlich auch.


Dienstag, 31. Oktober 2017

Beautiful Halloween

Ich wünsche allen, die meinen Blog hin und wieder besuchen, einen wundervollen Halloween-Abend, memento mori und ein gesegnetes Allerseelenfest.


 

 I wish you all a beautiful Allhallows-night!