Montag, 17. April 2017

Süße Sommerweste - meine erste Anleitung

Ich riskiere hier mal was Neues und werde versuchen, den Werdegang meiner neuen Sommerweste, die wirklich (!) keinem Strickheft oder -buch entsprungen ist, in eine (hoffentlich) brauchbare Anleitung umzuformen. Ich versuche alles genau so aufzuschreiben, wie ich es gemacht habe und hoffe, dass es verständlich ist! - Im Zweifelsfalle könnte man ja nachfragen^^. Natürlich habe ich selbst während der Arbeit viel herumprobiert - genauso muss jederR StrickerIn wohl ein bisschen individualisieren. :)

Diese Anleitung gilt für meine eigenen Maße, d.h. Konfektionsgröße 36!!
Wolle: Apollo, 100% Baumwolle (ich habe die 50g um 2,50,- bekommen :) )
Nadelstärke: 3 

Ich habe zunächst das Taillen-Band  nach diesem Muster gestrickt, wobei ich nur den mitteleren Teil verwendet habe. Damit die Weste später nicht allzu locker sitzt, habe ich immer wieder an mir selbst ausprobiert, wie viel ich noch stricken muss.

Die verwendeten Mustervorlagen sind von https://strick-anleitung.com/ und im Internet gratis zu bekommen
Muster 2

Aus dem Band habe ich dann 151M (+2 RandM) herausgestrickt.

Diese habe ich folgendemaßen aufgeteilt:
RandM - 23M Muster 2 - 2rli - 6M Zopf - 2li -
21 M re -2li - 6M Zopf - 2li - 23 M Muster 2 -
2li - 6M Zopf - 2li - 23 M Muster 2 - RandM

In der 25. Reihe habe ich 6 M symmetrisch aufgenommen;
danach noch alle 25 Reihen 2 M symmetrisch dazu (damit die Weste um die Schultern bloß nicht zu eg sitzt!!)

In der passenden Höhe (bei mir Reihe 50) habe ich den Armausschnitt angesetzt; beidseitig die 23 M Mster stillgelegt, 10M Zopfmuster abgestrickt und dann beim Rückenteil symmetrisch 4mal die Randmaschen (unter den Achseln) zusammengestrickt.


Auf der anderen Seite des helleren Taillen-Bandes habe ich wieder 151 M (+2RandM) aufgennommen und auf dieselbe Art aufgeteilt. Zwischen den Zöpfen und dem zentralen Muster habe ich in jeder Hin-Reihe symmetrisch zwei M aufgenommen, damit sich der untere Teil der Weste meiner Frgur gut anpasst und sich ein bisschen in Schößchen verbreitert.

Außerdem stricke aus dem helleren Garn noch ein schmäleres Band mit aufwändigem Vierfach-Zopf-Muster, das dann als Farbakzent um den Ausschnitt der Weste liegen soll. In jedem Falle wird das noch einiges an Arbeit werden, bevor mein neues Stück fertig ist...


Nachdem ich nun den unteren Teil mit dem Schößchen etwas mehr als 100 Reihe lang gestrickt habe (die Länge kann man je nach Geschmack natürlich variieren), habe ich mit 7 re Reihen den Saum abgeschlossen. Als nächstes kommen noch die Ärmel und das helle Band um den Ausschnitt.  :)


Fortsetzung folgt... :)

Sonntag, 16. April 2017

Asymmetrisches Oster-Tuch

Weil ich ja nie nicht stricken kann, habe ich einer Freundin zu Ostern ein asymmetrisches Tuch aus einem einfachen Lace-Muster gestrickt. Das Garn war ein günstiges Fundstück aus einem Sewa-Shop in frühlingshaftem Farbverlauf.


 Frohe Ostern und liebe Grüße vom Osterhasen!

Freitag, 14. April 2017

Hofballkleid Schönbrunn

Alle Jahre wieder gibt es einen wundervollen historischen Ball in Wien, auf dem ich die Rolle der Kronprinzessin Stefanie verkörpern darf. Selbstverständlich kann ich dabei nicht zweimal im selben Kleid erscheinen - also muss wieder mal was Neues her!
Diesmal ist das Schnittmuster von Truly Victorian. Wie gewohnt gibt es vorerst nur einen keinen Sneak-Peek...


UPDATE: Inzwischen sind auch die Ärmel dran - und ich weiß, dass ich in Zukunft diesen Schnitt nicht mehr allzu oft verwenden werde... Es muss einfachere Methoden geben, um modische Ärmel zu schneidern...


Über den grünen Rock, den ich bereits bei einem anderen Ballkleid verwendet habe, kommt ein asymetrisch geschnitterner Überrock aus demselben Stoff wie die Taille. Damit wäre dann der ganze blau gemusterte Stoff aufgebraucht und es fehlt nur noch ein bisschen Garnierung und hübsches Zeugs rundherum. :)


Die Balltaille hat nun noch ihren letzten Schliff in Form von Posamentverzierungen und ein paar Blümchen erhalten. Viell kann eben viel. ^^


Auf dem Hofball, wo ich endlich mein neues Kleid tragen konnte, habe ich behauptet, dass sich die Schneiderin Ihrer Kaiserlichen Hoheit Stefanie vom "Donauwellenwalzer" von Strauß inspirieren ließ. ... auf die Idee bin ich aber erst gekommen, nachdem alles fertig war.
Und so sah das Kleid schließlich am Ball aus:


 Ach, was hätte und Rudolf und Stefanie doch für ein glückliches Paar sein können...



Sonntag, 2. April 2017

Unterwegs zum Doktortitel

Ich weiß, das hier ist ein Bastel-Blog und eigentlich geht es hier ums Basteln.
 Aber neben meinen Strickereien und Näherein bastel ich seit einigen (!!) Jahren auch schon an etwas anderem - und das ist mein Doktortitel. Nun, da (hoffentlich...) das finale letzte halbe Jahr angebrochen ist, in dem es um die Einreichung, das here Rigorosum und den obligaten universitären Papierkram geht, habe ich mir gedacht, ich dokumentiere einfach, was ich so alles zu tun habe. Einfach so. Für mich. Und vielleicht auch für alle jenen, die es vielleicht interessiert.

Titel meiner Arbeit:

Die Frauen Ilions. Polyxena und Andromache in der spät- und mittellateinischen Trojaliteratur nebst volkssprachlicher Texte.
 
The Women of Ilion. Polyxena and Andromache in Late Antique and Medieval Latin Texts as well as in Vernacular Literature.

Und ab hier werde ich schlicht chronologisch vorgehen:

24.10. 2016 - Treffen mit Wahlfachprüfer, Germanistische Mediävistik. Prüfungsthema die mittelhochdeutschen Texte der Carmina Burana, ihre viel diskutiere Provenienz, Forschungsgeschichte und Textkritik. ...zum Glück ist dieser Codex Buranus im Internet zu finden...

25.10.16 - Lektüre (Ich werde ab jetzt einfach jeweils das Datum angeben, an dem ich ein Buch fertig gelesen habe)
Pauldrach, Matthias (Hg.). Schule in Literatur und Film, Salzburg 2016. (= ide 1, 2016)
Ich weiß nicht, ob jedes Buch, das ich lese, wirklich etwas mit meinem Abschluss zu tun hat (das hier wohl eher nicht), aber ich habe mir strikt vorgenommen, ab jetzt vorrangig Fachliteratur zu lesen - so lange, bis ich fertig bin. Entweder mit meiner Diss oder mit meinen Nerven...

31.10. - Ich ziehe hiermit (vorläufig) einen Schlussstrich unter meine schriftliche Arbeit. Als nächstes ist die Post dran, die den gnzen Schinken hoffentlich wohlbehalten zu meiner Betreuerin bringt und dann... werd ich schon sehen, was passiert.

7.11. - Lektüre: Willnauer, Franz (Hg.), Carmina Burana von Carl Orff. Entstehung - Wirkung - Text, Mainz 2007.

1.12. - Leküre: Carmen Cardelle de Hartmann, Parodie in den Carmina Burana, Zürich 2014. (=Mediävistische Perspektiven. 4).

16.12. - Lektüre: Dieter Hertel, Troia. Archäologie, Geschichte, Mythos, München³ 2008. (=Beck'sche Reihe. 2166). 

28.12. - Es wird ernst... also noch ernster als es bisher schon war. Ich war in Wien bei meiner Betreuerin, die mit mir meine Dissertation durchgeschaut hat. Abgesehen davon, dass sie mir jeden vergessenen Beistrich ausgebessert hat (peinlich...), hat sie mir auch stilistische Schnitzer in meiner Arbeit angezeichnet (auch peinlich...) und sämtliche Übersetzungsfehler besprochen. (...was natürlich auch peinlich ist... aber noch peinlicher wäre es, wenn solche Patzer in der Arbeit blieben.)
Das heißt, in den nächsten Wochen bekommt meine Diss ihren Feinschliff und dann werde ich einreichen...
Und das Thema für meine Fachprüfung habe ich auch schon: es wird der gute alte Waltharis werden, der auch in meiner Diplomarbeit schon eine wichtige Rolle gespielt hat, und die übrigen Helden, die in diesem mittellateinischen Epos vorkommen.

6.1.2017 - Lektüre: Susanne Gläß, Carl Orff. Carmina Burana, Kassel u.a. 2008. 

19.1.2017: Präsentation meines germanistischen Speziagebiets an der Uni. Carmina Burana - Überlieferung, Gedichte und allerlei Schmankerl. Fein. Jetzt muss ich nur noch die schhriftliche Arbeit feinschleifen, einreichen - und hoffen, dass ich einen Prüfungstermin bekommen. :)

...nur ein kleines Update zwischendurch: Einreichen ist der reinste Weg durch den Vorschriften-Dschungel! Zugegeben, ich hätte mich  mehr (und früher) um die ganzen Formalitäten kümmern können, aber dass das große Problem jetzt darin bestehen soll, dass ich in Graz ein DoktorandenKOLLOQUIUM absolviert habe und in Wien ein DoktorandenPRIVATISSIMUM, will ich irgendwie nicht einsehen. Mal schauen, ob ich den Weg durch den Dschungel noch finde...

Lange hatte ich nichts Neues zu vermelden - die akademischen Mühlen mahlen offenbar nicht so schnell... - aber nun geht es endlich weiter. Meine Lehrveranstaltungen sind genehmigt, meine Professoren habe (hoffentlich) sämtliche Unterlagen erhalten ich bin weiter auf der Zielgeraden richtng Doktortitel!

3.3. 2017: Ich habe es endültig getan! Ich habe meine Diss in ein pdf umgewandelt und digital eingereicht. Jetzt gibt es kein Zurück mehr!

13.3. 2017: Ich habe meine Dissertation vom Druck geholt und nun endlich (!!!) mit allem Drum und Dran eingereicht!!

28.4. 2017 - Lektüre: Thomas Bein, Textkritik. Eine Einführung in Grundlagen germanistisch-mediävistischer Editionswissenschaft, Frankfurt a. M. u.a. 2011

Montag, 27. Februar 2017

Gestricktes Pompadour-Täschchen


Kürzlich habe ich mir dieses wirklich wundervolle Strick-Buch zugelegt. Nicht nur, dass allerhand Interessantes über textiles Handarbeiten zur Zeit von Jane Austren drin steht, man lernt bei den tollen Projekten ganz nebenbei auch noch eine Menge englischer Strick-Vokabel, von denen ich bisher noch nie etwas gehört habe!

to knit = rechts stricken
to purl = links sttricken

...also ich geb's zu, das hab ich vorher nicht gewusst....

In diesem Buch habe ich nun eine Anleitung - und Ansporn (was indestens genauso wichtig ist) - gefunden, endlich einmal zweifarbiges Fair-Isle-Stricken zu probieren, und habe mich an ein getricktes Pompadour-Täschchen herangewagt. Mal sehen, ob und was es wird. Noch sieht das ganze nämlich so aus:

 Nach einigen Stunden stricken und kämpfen mit den zwei Fäden, die ich irgendwie gleichzeitig und gleichmäßig bändigen sollte, ist mein erstes Täschchen dieser Art fertig.  Ehrlich gesagt bin ich ziemlich stolz auf mich und diesen Prototypen :) ...und das nächste Mal wird es sicher noch besser!


...und übrigens:


Sonntag, 5. Februar 2017

Bolero Eisblau



 Endlich ist dieses Projekt fertig geworden, das ich leider viel zu lange liegen gelassen habe, weil mir sozusagen immer wieder ein anderen Wollknäuel dazwischen gekommen ist.

Das Muster für den Hauptteil ist im Grunde sehr einfach und lässt sich für alle möglichen Stücke wiederverwenden (ich habe z.B. schon ein paar Handstulpen damit gestrickt).

ANLEITUNG: 3 re Maschen, ein Umschlag, dann zwei Maschen re zusammenstricken, zwei Maschen umgekehrt zusammenstricken, wieder ein Umschlag und 3 re Maschen... Die Rückreihe muss man natürlich mit linken Maschen bestreiten. :)

 
  Der Bolero ist im Grunde nur aus einem einzigen langen Stück gestrickt (also zweimal meine Armlänge plus meine Schulterbreite) und wurde anschließend an beiden Enden ärmellang zusammengenäht. Quasi ein Ärmel-Schal.


 Damit der Bolero gut auf den Schultern sitzt, kommt um den Ausschitt noch eine gestrickte Borte. Zum ersten Mal sah ich mich bei dieser Arbeit übrigens gezwungen, mein Gestricke ordentlich zu spannen. Dafür habe ich schlicht das Bügelbrett zweckentfremdet und eine Unmenge an Stecknadeln verwendet.




Donnerstag, 26. Januar 2017

Spitze, Spitze!!



Nachdem ich zum Geburtstag von meiner wundervollen Firmpatin wieder wundervolle, dunkelgrüne Lace-Wolle - und zwar vom vom Feinsten, mit Seide!! - bekommen habe, konnte ich in den Weihnachtsferien nicht anders, als diese in ein wundervolles, feines Spitzentuch zu verarbeiten.



Das Muster war ziemlich aufwändig, aber abgesehen von ein paar (hoffentlich eher kleinen) Fehlern, denke ich, dass ich es ziemlich gut hinbekommen habe. Ich werde dasselbe Muster wohl noch mal mit anderer, dickerer Wolle probieren und mir so endlich ein wäreres Schultertuch stricken. ...und genug von dem grünen Garn für noch irgendwas Hübsches ist auch noch da! :)