Montag, 28. Dezember 2015

Meine erste Veröffentlichung

Ja was ist denn da angekommen?

Ob mans glaubt oder nicht - ich habe einen Phantasy-Roman mit meiner Deutschklasse herausgegegben!

VENATOR NOCTIS - Töte mit Bedacht.
Das Buch wurde über einen Book-on-Demand-Verlag veröffentlicht. Das heißt vom Schreiben, Lektorieren bis hin zur Covergestaltung wurde alles von den Schülerinnen und Schülern selbst gemacht! Erhältlich ist unser Opus Magnum, erschienen als Taschenbuch, Hardcover und auch e-Book, ganz klassisch über den Buchhandel, oder über amazon und direkt über myMorawa.
 

Hier eine kleine Leseprobe:

In ihrer Hand lag ein eisernes, gebogenes Messer, um sich gegen die Bestien zu verteidigen. Der gerade aufgegangene Mond spiegelte sich in der blanken, scharf geschliffenen Klinge. Endlich hatte sie die Hütte unbehelligt erreicht. Es brannte noch Licht und drinnen hörte man Schritte. Theodora schaute sich noch ein letztes Mal um, dann klopfte sie. Sogleich wurde die Tür geöffnet und sie trat ein.

Der Raum, den sie betrat, war hell erleuchtet. Sofort fühlte sie sich besser. Hinter ihr schloss Hannah die Tür und schob den Riegel so fest wie möglich vor. Dann aber drehte sie sich verwundert zu Theodora um: „Was hast du dir nur dabei gedacht, so spät am Abend noch das Haus zu verlassen? Die Werwölfe hätten dich holen können!“, seufzte sie und rang ob dieser Dummheit die Hände.

Die wahre Antwort auf Hannahs Frage wäre gewesen, dass sie ein Kraut brauchte, um ihren Vater umzubringen. Aber obwohl sie Hannah voll und ganz vertraute, wusste sie doch, dass diese ihr niemals freiwillig helfen würde, den einzigen Arzt des Dorfes zu vergiften - so gute Gründe Theodora dafür auch hatte...


Mit Schülern ein Buch zu schreiben ist bisher eindeutig das Spannendste, was ich bisher gemacht habe! Wir freuen uns, nun endlich das Werk in unseren Händen zu haben und hoffen auf viele Leserinnen und Leser! :) Noch mehr Infos sind übrigens auf der Schulhomepage des Akademischen Gymnasium zu finden.


Dieses Plakat haben einige Schülerinnen der Klasse gestaltet. Außerdem sind inzwischen sogar Flyer und Poster im Umlauf. Das Projet geht also noch weiter, nachdem der eigentliche "Schreibauftrag" erledigt ist. Ich kann nur immer wieder sagen wie begeistert ich bin, dass alle Beteiligten so großartig und ideenreich mitarbeiten.


...und dieses Foto habe ich gerade auf der Facebook-Seite von myMorawa entdeckt. Das sind die Bücher, die demnächst verpackt und versendet werden - und fast zwei Stapel davon sind "unsere" Venator Noctis-Ausgaben :) Wir können echt stolz auf uns sein!

Foto von https://www.facebook.com/mymorawa/?fref=photo [Stand: 16.1.2016]



Wenn Jugendliche Bücher schreiben

3.c. Klasse des akademischen Gymnasiums Graz kommt tatsächlich in die Zeitung
 
Ein Bericht von Paul E., Anna P., Jelena S., Lena W., Anton S. und Anna S.
 
Endlich, nach vier Monaten, kann die 3.c. Klasse (des akademischen Gymnasiums-Graz) ihr Opus Magnum in Händen halten. Nach vielen Wochen, in denen sie diesem Moment erwartungsvoll entgegen gefiebert haben, bekommen die Schüler die einmalige Chance, über ihr großes Werk zu geben. Auf Basis des Werwolf Spieles, haben sie sich in fiktive Charaktere hineinversetzt und so eine Collage zusammengestellt.

Da ist man doch erst 13 Jahr, 
Schon war ein Paparazzo da.
Wir kommen in der Zeitung vor, 
 Die Eltern sagen alle „Boah!"
 
Na gut, es war doch nur die Krone, 
Aber auch das ist nicht ganz ohne.
Wenn man interviewt wird, kommt man sich sehr wichtig vor, 
So auch wenn man poset vor dem Tor.

Die Professorin sagt, wir sollen nicht singen, 
Doch sie kann uns nicht zum Schweigen zwingen.

Wir haben alle zu Hemden gegriffen 
Und auf die alten T-Shirts gepfiffen.
Blöderweise, muss man sagen, 
wir haben alle weiß getragen.
Deshalb scheint es so zu sein, 
Wir alle wären ein Streberverein.

Der arme Paul, der arbeitet so ganz allein, 
Es ist schon hart, ein Streber zu sein....

Um die Zeit totzuringen, 
Beginnt der Paul schon wieder zu singen.
Doch sein Gesang ist nicht so toll, 
Denn er singt immer in Schiss-Moll.
Kaum waren die Journalisten aus dem Haus, 
Brach sogleich das altbekannte Chaos aus.

29.01.2016, Das Interview beginnt:

Unglaublich, ein Interview, da steigt das Stimmungsbarometer ja unglaublich. Da kommen die Reporter auch schon! Eine Journalistin und der etwas alte Fotograf. Der hat sogar noch längere Haare als ich! Und die Fragen, die die Dame von der Zeitung stellt sind wirklich unglaublich langweilig, ja zum Einschlafen. Und Fotos auch noch. Sonst noch was? Wieso muss gerade ich ausgewählt werden, was hat das Glück nur gegen mich?
Du willst mir ernsthaft sagen, der Text sei schlecht? Herzlichen Dank auch. So ein...Ja, nur zu noch mehr Fotos, davon wird meine Laune auch nicht mehr besser. Endlich, wir dürfen wieder in die Klasse, oh nein die Reporterin ist ja immer noch da... Jetzt auch noch Fotos in der Klasse, das endet ja nie. Nicht einmal mehr in Ruhe lesen kann man. Sofort wird ein weiteres Foto gemacht. Ein letztes Bild von der ganzen Klasse, endlich ein Lichtblick. Und jetzt „dürfen“ wir einen Text über den Bericht über den Text schreiben...

Und nun eine etwas andere Auffassung der Ereignisse:

Unglaublich! Nicht zu fassen, dass wir tatsächlich in die Zeitung kommen. Bei unserer Disziplin ist das wirklich ein Wunder! Wie der ganze Krimi zu Stande gekommen ist, fragt die Journalistin. Tja, wie? Ich würde das Buch ja nicht unbedingt mit normalen Krimis in einen Topf werfen, aber bitte. Diese Frage ist wenigstens leicht zu beantworten. Warum nimmt sie mich nicht dran? Ach so, es hat schon jemand geantwortet. Ich muss mich beruhigen. Ich bin viel zu aufgeregt. Es ist einfach wunderbar, dass wir tatsächlich interviewt werden... Verdammt, jetzt habe ich in meiner Glückseligkeit schon wieder fünf Fragen verpasst. Wo ist eigentlich die Anna hin verschwunden? Auch egal, jetzt sollte ich wirklich langsam eine Frage beantworten. Wie die Rollen in unserem Spiel verteilt wurden? Das ist einfach. „Frau Professor Wieser hat und allen einen Zettel mit unseren Rollen gegeben, auf dem auch manchmal ein Adjektiv, wie beispielsweise reich oder klug stand“, sage ich. Das war ja gar nicht so schwierig! Man darf nur nicht schlafen. Da kommt die Anna ja auch schon wieder. Sie war mit fünf anderen draußen für ein Foto? Das hat sie wirklich freiwillig getan? Na ja, auch egal.
Ding dong dong, was die Stunde ist schon vorbei? Schade. Wieso gehen denn alle auf den Gang? Aha, es gibt noch ein abschließendes Gruppenfoto auf der Stiege. Wollen diese Leute vorbei? Wohl nicht...

Das Interview dauert ganze 50 Minuten. Danach ist die Journalistin mit ihren Fragen am Ende. Die Schüler, die sich einigermaßen beruhigt haben, begeben sich voller Stolz ins Stiegenhaus der Schule, zu einem abschließenden Foto. Dass sie dabei den stündlichen Pausen verkehr aufhalten, bemerken sie gar nicht.

Das Spiel beginnt, 
Die Werwölfe töten, 
Das Dorf ist in Nöten, 
Fragen über Fragen, wer sie nur sind.

Texte werden geschrieben, lektoriert und korrigiert, 
 Das Werk ist vollbracht, 
Vorbei nun ist die letzte Nacht. 
Alle warten gespannt, was daraus wohl wird.

Nun blicken wir alle gespannt den Tagen entgegen,
 Da es liegt, das Werk, in allen diesen Bücherläden. 
In die Zukunft schauen wir alle erwartungsvoll, 
Was sie uns nun noch bringen soll.


Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachtsstricken


...vor vielen Jahren hat mir meine Mama einmal erklärt, dass das Christkind jedes Jahr zu Weihnachten so viel zu tun hat, dass man ihm ein bisschen helfen muss, damit auch wirklich jeder ein kleines Geschenk bekommt. Seither versuche ich in jedem Advent für meine Lieben was Schönes zu basteln - und für dieses Jahr habe ich mich hinter die Stricknadeln geklemmt! (...um ehrlich zu sein habe ich schon im Herbst mit der Arbeit begonnen...)

Meine Mama bekommt ein gestricktes Partlet. Sie hat mich damit am Erntedankfest gesehen - und weil es so gut zum Dirndl passte, wollte sie auch so eins, allerdings in einem schön glänzenden trachtentauglichen Grau, mit einem Silberverschluss.

Für meinen coolen Cousin und meinen Bruder gibt es Socken. Vielleicht ein bisschen einfallslos, aber praktisch. Für meinen Papa und den Opa habe ich dem Christkind auch stricken geholfen, für meinen Freund allerdings habe ich einen Gürtel punziert. (Leider habe ich davon vorerst noch kein brauchbares Foto)


...und weil ich inzwischen ja quasi Tante bin, habe ich für meine kleine Nichte (wow, ich komme mir damit so alt und... wichtig vor ^^) auch Söckchen gestrickt -  natürlich in rosa. :)


Fröhliche Weihnachten! 
...und nicht verraten, was das Christkind bringen wird. :)

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Ein Märchen...

Nachdem ich am letzten Wochenende ein wunderbares kleines Fotoshooting zusammen mit Celefindel hatte und außerdem als Märchenerzählerin unterwegs war, gibt es hier nun ein paar Impressionen - passend in Form eines Märchens. :)
 

Es war einmal großer, tiefer Wald, der war wunderschön - doch nur, wenn die helle Somme über den Bäumen stand. Wenn die Nebel jedoch heran krochen und sich die Dämmerung über den Wald senkte, dann - so hieß es - erhobe sich fremde Wesen aus dem Unterholz.


Dennoch gingen oft die klugen Frauen des Dorfes in jenen Wald, denn nur dort wuchsen die besten Kräuter und Früchte, deren Wirkung so wunderbar war, dass selbst von weit her Fremde kamen, um sich von ihnen ihre Leiden kurieren zu lassen. Sogar der König, sagte man, solle nur aus jenem Wald die Medizin bekommen, die er in den allzu hellen Vollmmondnächten benötigte.


Doch was war dies?! - Auf einmal hörten die Frauen ein Rascheln im Unterholz. Schrecklich nahe und böse klang es. Wie erstarrt standen die beiden da, während die Nebel immer näher krochen. Schon längst hatte sich die Sonne hinter dem Horizont verborgen, so als wollte sie nicht sehen, was gleich geschehen würde.


Und da klang auf einmal ein Heulen schrecklich nah - und schrecklich vertraut. Sie waren da.
"Lauf!", war das letzte, was sie schreien konnten.


Donnerstag, 5. November 2015

Garnstrick Stola

Ponchos und Stolen sind ja gerade ziemlich "in", deshalb habe ich mich auch  an so ein Stück gemacht - natürlich in meiner Lieblingsfarbe: Grün. :)
Damit das fesche Stück nicht zu schwer wird und vielleicht im Sommer tragbar ist, habe ich mit feinem Garn in verschiedenen Grüntönen und etwas dickeren Nadeln (Gr.4) gestrickt. Das Muster ist ganz einfach: ein Rechteckt, abwechselnd glatt und verkehrt gearbeitet, und hin und wieder eine extra Reihe rechts, damit ein interessantes Linienmuster entsteht.


Dienstag, 27. Oktober 2015

Punziertes Bleistift-Etui

Einmal im Jahr habe ich die Gelegenheit ein bisschen mit Leder zu basteln - so habe ich mich heuer für ein punziertes Bleistift-Etui entschieden. Als Motiv habe ich wieder so ein keltisches Tierchen (Seepferdchen? Kelpie? Dinosaurier?) gewählt.


Das Motiv wird zunächst auf das feuchte, noch unbehandelte Leder übertragen. Dann werden die Konturen mit einem Punziermesser eingeschnitten und schließlich mit einem Punziereisen und einem Hammer in das Material geprägt. ...und wie jedes Jahr fluchte ich wieder, dass ich mir ausgerechnet so ein kleinteiliges Motiv ausgewählt habe...

Im nächsten Arbeitsschritt wurden die Löcher für das spätere Vernähen der beiden Teile gestanzt und das Leder farbig gebeizt. Weil ich es gerne ein bisschen spannend habe,  habe ich mit Wasser und Schwämmchen die Farbe etwas unregelmäßiger aufgetragen.


...und so sieht nun mein fertiges Etui aus. Es passen sogar mehr Stifte rein als erwartet. :)
Endlich haben einen bösen Lehrerinnen-Rotstifte ein neues Zuhause.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Meine neue alte Ledertasche

Bei den Workshops im letzten Jahr habe ich mich an eine punzierte Ledertasche herangewagt, die ich seither gerne und oft trage: auf Larps, zum Dirndl, zum Ausgehen... weil ich sie einfach so toll finde!! :)
Nach einer keltischen Vorlage habe ich ein Kelpie auf die Vorderseite punziert - nicht ganz perfekt, aber gut gelungen, würde ich sagen.




Nach dem Punzieren färbte ich das Leder in einem schönen, warmen Braunton - aber nicht gleichmäßig, sondern ich spielte ein bisschen mit dem Farbauftrag, mit Wasser und Schwämmchen, sodass die Färbung schließlich einen spannenden, unregelmäßigen, antiken Touch bekam. Das Endergebnis sieht schließlich so aus:


Dienstag, 8. September 2015

Eine antike Tragödie

Da ich nun schon seit einigen Jahren die Ehre habe, am Epic Empires die Komödien und Tragödien in der Stadt Neapolis (bzw. dem Sebastianum ^^) zu gestalten, muss ich nun einfach ein paar der vielen großartigen Bilder herzeigen, die bei diesen Aufführungen entstanden sind. Vielen Dank an dieser Stelle an die FotografInnen, die uns so dramatisch erwischt haben!


 Unsere Tragödie ist eine Bearbeitung der "Hekuba" nach den Werken von Euripides und Seneca, die ich zusammengekürzt und komprimiert habe:
Troja ist gefallen, es bleibt den Frauen nichts anderes übrig, als zu klagen. Da kommt Taltybos, der Bote der Griechen und verkündet das weitere Schicksal der Frauen. Hekuba ist dem Odysseus zugelost worden, dem Helden, der den Untergang der Stadt besiegelt hat. - Und mehr noch: Odysseus verlangt den kleinen Sohn Andromaches... Die Heldengattin will erst noch den Kleinen retten, doch Odysseus stellt ein Ultimatum: entweder sie gibt ihren Sohn heraus, oder der König von Ithaka wird das Grabmal des berühmten Hektor zerstören. Schließlich fällt die Entscheidung und der einzige Sohn des Odysseus muss seinem Vater in den Tod folgen.

Es kommt noch schlimmer. Der Bote der Griechen verkündet, dass auch der Leichnam des letzten Sohnes von Hekuba, der junge Polydorus, an den Strand gespühlt wurde. Wer soll nun noch die Geschichte Trojas besingen, wenn es niemanden mehr gibt, in dessen Adern Heldenblut fließt?


Aus der größten Verzweiflung kann nur noch eines erwachsen: Unversöhnlicher Hass und schreckliche Rache.
Hekuba, die all ihr Glück verrinnen sah, ruft nach König Polymestor, dem sie einst ihren jüngsten Sohn anvertraut hatte. Mit einem Versprechen von unermesslichen Goldschätzen lockt sie ihn zu sich.

Die Gier macht den König blind... um das Geheimnis des Goldes zu erfahren schwört er beim Leben des jungen Polydorus. Oh, schreckliche Lüge!
Hekuba kratzt dem Meineidigen die Augen aus.

Fotos von Rheinlinsen 2015. Vielen herzlichen Dank!

Römische Wandmalerei

Für das heurige Epic Empires habe ich für unser Lager der Antike eine "Wandmalerei" zum Aufhängen gestaltet. Sie sollte die edle Loge der Arena, in welcher die großartigen Gladiatoren des Aetius Sebastianus kämpfen, schmücken.

Zunächst habe ich mich von den Mosaiken und Ausgrabungen von Pompeij inspirieren lassen, allen voran von diesem Bild er drei Gratien:
Fresko aus Pompeji, Museo Archeologico Nazionale, Neapel
Auf einen schlichten Leinenstoff von Ikea habe ich dann meine Vorzeichnungen gemacht, völlig kunstos, einfach mit Bleistift, dass ich mich später dann bei Malen besser orientieren kann.


Da das Bild später auch Wetter aller Art (und es hat zwischendurch gewaltig geregnet...) gut überstehen kann, habe ich mich für Acrylfarben entschieden. Damit die trockene Farbe nicht abblättert, habe ich dabei relativ feucht gemalt, was sehr gut funktioniert hat.

Ganz oben habe ich Lorbeergirlanden gemalt, die einen zentralen Musenkopf umgeben. Links in einem Medaillon ist Apoll zu sehen, rechts Artemis; im Zentrum des Bildes befinden sich die drei Gratien. Am unteren Bildrand befindet sich quasi ein Fries, das in mehreren kleinen Feldern Portraits, erotische Darstellungen (typisch Antike!) und Frauengestalten zeigt.


Damit es schön römisch ist, habe ich auch noch drei ausgesprochen geistreiche lateinische Sprüche hinzugefügt:

NOX LVMEN AMORIS - Die Nacht ist das Licht der Liebe.

OMNIA SOL TEMPERAT - Alles mildert die Sonne.

SVNT OSCVLVM BASIVM SVAVIUM LINGVA AMANTIVM
Der Kuss, das Busserl und der [erotische] Kuss sind die Sprache der Liebenden.

(Hier kann man übrigens deutlich sehen, dass man im Latein eine recht genaue Unterschiedung an verschiedenen Kuss-Formen hatte, die man im Deutschen kaum so ausdrücken kann!)

Leider gibt es (bisher) kein gutes Bild von meinem Wandgemälde in Neapolis, am EE - aber weil es so schön und sexy geworden ist, wurde das Gemälde zum Glück auf den Tagen der Tapferkeit in "Keraphims (Wander-)Paradies" gleich noch einmal aufgehängt. :)

Fotos von Dunja-Maria Auswarth 2015
 Und so gemütlich war es bei den wunderschönen Kurtisanenen (und natürlich bei dem tollen Gemälde...), dass sogar gestandene Nordmänner sich gerne bei uns niederließen.

Samstag, 8. August 2015

Dieses Gesocks...

Neue Socken für meine Lieben!

 Nachdem ich nun (endlich) über das Kartoffelsack-Stadium bei meinen Strickkünsten hinaus gekommen bin, möchte ich mal herzeigen, was ich bisher so für die Füße meiner Freunde und Verwandten fabriziert habe.

Hier sind die Socken für meine Oma. Ich habe dabei mal ausporbiert, wie man Socken von der Spitze an nach oben hin stricken kann, leider ist da der Bund irgendwie nicht ganz gelungen.
...aber die Oma hat sich trotzdem gefreut ;)
...natürlich bekommt auch mein Freund Söckchen gestrickt - für ihn habe ich mal ein bisschen Wollreste verbraten. Ich denke, seine Füße freuen sich auch darüber.
Diese Exemplare habe ich (wie es sich gehört) vom Bund zur Spitze gestrickt.

Den Werdegang dieser bunt gestreiften Sockken, kann man übrigens hier sehen :) Somit sind das auch die ersten Werke, die ich IT gemacht habe.









Für meine liebe Freundin habe ich schließlich Socken in giftgrün und blau gestrickt. Die Wolle dazu wurde von Hand gefärbt und ist hier zu bekommen. Ich finde diese Farben einfach hinreißend hübsch! :)

Und schließlich habe ich auch noch was Fesches für mich selbst gestrickt (irgendwas Sinnvolles muss man ja machen, während man sich Germany's Next Topmodel ansieht...): und zwar ein Paar wunderbar geringelte Overknee-Strümpfe.

Ich habe zwar ein Weilchen gebraucht, bis ich die Strickanleitung durchschaut habe, schlussendlich hat sie sich dann aber doch als einfacher erwiesen, als ich gedacht habe. :)
Die Strümpfe sind schön warm und wenn sie auch nicht unbedingt sexy sind, so sind doch sicherlich der Hingucker auf dem nächsten Live, wo ich veilleicht mal meine Knöchel zeigen werde...


...und wie auch das Haus Stark zu sagen pflegt: Winter is coming!

Mittwoch, 5. August 2015

Nähkränzchen

Während andere im See plantschen, oder wandern gehen, gibt es doch nichts Schöneres, als gemeinsam mit Freunden ein bisschen zu handarbeiten. :) So muss ein gelungener Italien-Urlaub sein!
Celefindel arbeitet  gerade an einem neuen Korsett, ihr Freund - der ürbigens auch dringend einen eigenen Bastelblog machen sollte! - häkelt (!!!) ein Kleid für  sie ...und was ich da gerade stricke, werdet ihr noch beizeiten zu sehen bekommen... ;)


Montag, 20. Juli 2015

Grüner Seidenrock



Meine liebe Mama hat ein grundsätzliches Problem: Sie kann sich von ihren alten Kleidungstücken einfach nicht trennen - auch wenn sie inzwischen wirklich nicht mehr ganz so gut ausschauen, wie sie es vielleicht einmal taten.
So bin ich auch in den Besitzt dieses unglaublich hässlichen grünen Seidenblazers mit dazu passdendem Top gekommen. Der einizge Vorteil dieses Ungetüms: es besteht aus einem wirklich hübsch schimmernden smaragdgrünen Seidenstoff. Deshalb habe ich mich entschieden, den Versuch zu wagen, und daraus was Neues zu nähen.

Ich habe mich für einen Bahnenschintt aus einem alten Burda-Heftchen entschieden, der - wenn alles funktioniert - einen tollen Rock mit hoher Taille ergeben sollte. In der Vorlage ist der Rock um einen Gutteil länger, in meinem Fall hat der Blazer nicht mehr als einen Minirock hergegeben. Ist aber auch sexy ;)


Manchmal bin ich ja ein bisschen faul, was Heftnähte und genaues Abstecken betrifft, diesmal habe ich mich aber zusammengerissen und versucht wirklich genau zu sein. Die Schwierigkeit an dem Schnitt ist nämlich, dass er möglichst gut die Taille und die Hüften umschließen sollte, ohne irgendwo zu spannen oder schlicht schief zu sitzen.
... und einen Reißverschluss einzunähen, ist sowieso immer eine Herausforderung...

Das Ergebnis seht ihr auf dem Selfie. Grundätzlich bin ich ganz zufrieden (bügeln werde ich den Rock vielleicht noch).
Der Schnitt macht überraschend lange Beine und ich denke, dass er gerade im Herbst mit einer tollen Strumpfhose und schlichten hockhackigen Schuhen richtig fesch aussehen kann. :)

...in jedem Fall hat der hässliche Blazer ein weit hübscheres neues Leben bekommen. (bin gespannt, was meine Mama dazu sagt...)

Samstag, 18. Juli 2015

Im Sommer-Farbrausch

Nachdem nun endlich die Ferien über mich hereingebrochen sind, habe ich auch wieder Zeit, einmal in meine Farbkiste zu greifen und ein bisschen zu zeichnen.
Grundsätzlich bin ich eher "Grafikerin" und zeichne gerne mit allen möglichen Arten von Farb-, Graphit- oder Kohle- und Röthelstiften ( bzw. Kreiden). Hier habe ich schlicht auf meine Farbsriftsammlung zurückgegriffen - ein einfaches Material mit dem man auch allerhand anstellen kann. :)

  

...und weil der Sommer gerade so schön heiß ist,  ist das Bild auch ein bisschen wüstenhaft geworden. Ich finde es immer wieder spannend, was daraus wird, wenn man "einfach so" mal zu zeichnen beginnt.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Ambientiges Stricken



 ...so ambientig kann stricken sein!

Was tun Dienstboten auf einem Landgut, wenn die gnädige Herrschaft gerade nichts befielt? Natürlich - die fleißigen Stubenmädchen schnappen sich Nadeln und Wolle, dass die Hände nicht müßig sind.
(...und tratschen lässt es sich bei der Arbeit ja genauso gut...)

Die fertigen Socken, die hier so schön in der Dienstbotenstube gestrickt wurden, kann man ürbigens hier  bewundern. :)

Donnerstag, 28. Mai 2015

Meine kuschelige Kuschelweste

Seitdem ich die Stricknadeln schwinge, bekomme ich immer weder Wollspenden, die natürlich verarbeitet werden wollen. (An dieser Stelle Danke an Celefindel, die mir gefühlte 20 kg Wolle von ihrer Oma mitgebracht hat!) Ich habe also diese Unmengen genutzt, um mir etwas "Richtiges" zum Anziehen zu stricken - nämlich meine ultimativ kuschelige Kuschelweste!
...mein Freund jammert zwar, dass die Farbe nicht besonders sexy ist - aber eine Kuschelweste hat auch nicht unbedingt sexy zu sein ...sondern eben kuschelig! :)

Die Technik war im Grunde sehr einfach: Für den Haupttteil der Weste habe ich einfach ein Rechteck gestrickt und an den passenden Stellen ein Lock für die Ärmel gelassen. Später habe ich dann in dem "Ärmelloch" einfach die passende Maschenzahl für die extra kuschel-langen Ärmel aufgenommen und rund bis zum Bündchen gestrickt.
Und damit nicht alles fade glatt-verkehrt gestrickt ist, habe ich an der Vorderseite ein einfaches Lochmuster eingearbitet. :)


Auch wenn es sicherlich noch einiges an meinem Werk zu verbessern gibt, bin ich schon mal ziemlich stolz auf mich, dass ich das so hinbekomen habe. Der nächste Winter kommt bestimmt - und bis dahin kann ich das sicherlich auch schon viel besser! ...und die Wolle wird mir auch so schnell nicht ausgehen...