Sonntag, 6. März 2016

Viktorianischer Hut

Ein weises Wort besagt: Jede gute Gewandung fängt mit einem feschen Hut an.
Deshalb war ich schon lange auf der Suche nach einem passenden Kopfputz für meine viktorianischen Kleider - leider ohne Erfolg. Was macht man da also? - Man macht ihn sich einfach selbst!
Ich habe mir also in einem günstigen Modegeschäft einen einfachen schwarzen Strohut gekauft, sämtliche Bänder herausgetrennt, den Hut brachial ins Wasser gesteckt und anschließend über einer Müslischale neu geformt. Das geht relativ leicht, ich musste nur die Verstärkung an der Hutkrempe aufschneiden. Mit Stecknadeln habe ich ihm noch ein bisschen Form gegeben und alles provisorisch mit einem Band fixiert.


Aus meinem Nähkram-Fundus und dem Bastelgeschäft meines Vertrauens habe ich mir schließlich Spitzenbänder, Borten, Stoffblumen, Knöpfe und Federn zusammengesammelt und mich daran gemacht, den schwarzen Rohling herzurichten. (Dass Straußenfedern doch so teuer sind, hätte ich nicht gedacht...) Einfach herumprobieren und schauen, was am besten passt! :) 
Erstmal alles mit Nadeln feststgesteckt und anschließend mit schwarzem Garn angenäht. - Ich vertaue dem Faden mehr als dem Klebstoff.
Besonders stolz bin ich auf die Spitzenrosette mit Zinnknopf hinten am Hut.


Der Hut sitzt überraschend gut und sicher. Trotzdem möchte ich mir beizeiten auch noch eine passende Hutnadel organisieren. Zu einem feschen viktorianischen Kleid mit hübscher Hochsteckfrisur wird das Hütchen von nun an meine Garderorbe vervollkommenen. :) 
Getragen sieht das ganze dann so aus: 


...und damit man das gute Stück endlich einmal in Aktion sieht, hier zwei Fotos, die im winterlichen Bad Gastein geschossen wurden - selbstverständlich passend zum modischen, viktorianischen Reise-Entsemble:

1 Kommentar:

  1. SEEHR fescher Hut !
    Brauch zwar einen der zu Biedermeier paßt aber als Anregung: HERZLICHEN Dank !

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