Montag, 28. Dezember 2015

Meine erste Veröffentlichung

Ja was ist denn da angekommen?

Ob mans glaubt oder nicht - ich habe einen Phantasy-Roman mit meiner Deutschklasse herausgegegben!

VENATOR NOCTIS - Töte mit Bedacht.
Das Buch wurde über einen Book-on-Demand-Verlag veröffentlicht. Das heißt vom Schreiben, Lektorieren bis hin zur Covergestaltung wurde alles von den Schülerinnen und Schülern selbst gemacht! Erhältlich ist unser Opus Magnum, erschienen als Taschenbuch, Hardcover und auch e-Book, ganz klassisch über den Buchhandel, oder über amazon und direkt über myMorawa.
 

Hier eine kleine Leseprobe:

In ihrer Hand lag ein eisernes, gebogenes Messer, um sich gegen die Bestien zu verteidigen. Der gerade aufgegangene Mond spiegelte sich in der blanken, scharf geschliffenen Klinge. Endlich hatte sie die Hütte unbehelligt erreicht. Es brannte noch Licht und drinnen hörte man Schritte. Theodora schaute sich noch ein letztes Mal um, dann klopfte sie. Sogleich wurde die Tür geöffnet und sie trat ein.

Der Raum, den sie betrat, war hell erleuchtet. Sofort fühlte sie sich besser. Hinter ihr schloss Hannah die Tür und schob den Riegel so fest wie möglich vor. Dann aber drehte sie sich verwundert zu Theodora um: „Was hast du dir nur dabei gedacht, so spät am Abend noch das Haus zu verlassen? Die Werwölfe hätten dich holen können!“, seufzte sie und rang ob dieser Dummheit die Hände.

Die wahre Antwort auf Hannahs Frage wäre gewesen, dass sie ein Kraut brauchte, um ihren Vater umzubringen. Aber obwohl sie Hannah voll und ganz vertraute, wusste sie doch, dass diese ihr niemals freiwillig helfen würde, den einzigen Arzt des Dorfes zu vergiften - so gute Gründe Theodora dafür auch hatte...


Mit Schülern ein Buch zu schreiben ist bisher eindeutig das Spannendste, was ich bisher gemacht habe! Wir freuen uns, nun endlich das Werk in unseren Händen zu haben und hoffen auf viele Leserinnen und Leser! :) Noch mehr Infos sind übrigens auf der Schulhomepage des Akademischen Gymnasium zu finden.


Dieses Plakat haben einige Schülerinnen der Klasse gestaltet. Außerdem sind inzwischen sogar Flyer und Poster im Umlauf. Das Projet geht also noch weiter, nachdem der eigentliche "Schreibauftrag" erledigt ist. Ich kann nur immer wieder sagen wie begeistert ich bin, dass alle Beteiligten so großartig und ideenreich mitarbeiten.


...und dieses Foto habe ich gerade auf der Facebook-Seite von myMorawa entdeckt. Das sind die Bücher, die demnächst verpackt und versendet werden - und fast zwei Stapel davon sind "unsere" Venator Noctis-Ausgaben :) Wir können echt stolz auf uns sein!

Foto von https://www.facebook.com/mymorawa/?fref=photo [Stand: 16.1.2016]



Wenn Jugendliche Bücher schreiben

3.c. Klasse des akademischen Gymnasiums Graz kommt tatsächlich in die Zeitung
 
Ein Bericht von Paul E., Anna P., Jelena S., Lena W., Anton S. und Anna S.
 
Endlich, nach vier Monaten, kann die 3.c. Klasse (des akademischen Gymnasiums-Graz) ihr Opus Magnum in Händen halten. Nach vielen Wochen, in denen sie diesem Moment erwartungsvoll entgegen gefiebert haben, bekommen die Schüler die einmalige Chance, über ihr großes Werk zu geben. Auf Basis des Werwolf Spieles, haben sie sich in fiktive Charaktere hineinversetzt und so eine Collage zusammengestellt.

Da ist man doch erst 13 Jahr, 
Schon war ein Paparazzo da.
Wir kommen in der Zeitung vor, 
 Die Eltern sagen alle „Boah!"
 
Na gut, es war doch nur die Krone, 
Aber auch das ist nicht ganz ohne.
Wenn man interviewt wird, kommt man sich sehr wichtig vor, 
So auch wenn man poset vor dem Tor.

Die Professorin sagt, wir sollen nicht singen, 
Doch sie kann uns nicht zum Schweigen zwingen.

Wir haben alle zu Hemden gegriffen 
Und auf die alten T-Shirts gepfiffen.
Blöderweise, muss man sagen, 
wir haben alle weiß getragen.
Deshalb scheint es so zu sein, 
Wir alle wären ein Streberverein.

Der arme Paul, der arbeitet so ganz allein, 
Es ist schon hart, ein Streber zu sein....

Um die Zeit totzuringen, 
Beginnt der Paul schon wieder zu singen.
Doch sein Gesang ist nicht so toll, 
Denn er singt immer in Schiss-Moll.
Kaum waren die Journalisten aus dem Haus, 
Brach sogleich das altbekannte Chaos aus.

29.01.2016, Das Interview beginnt:

Unglaublich, ein Interview, da steigt das Stimmungsbarometer ja unglaublich. Da kommen die Reporter auch schon! Eine Journalistin und der etwas alte Fotograf. Der hat sogar noch längere Haare als ich! Und die Fragen, die die Dame von der Zeitung stellt sind wirklich unglaublich langweilig, ja zum Einschlafen. Und Fotos auch noch. Sonst noch was? Wieso muss gerade ich ausgewählt werden, was hat das Glück nur gegen mich?
Du willst mir ernsthaft sagen, der Text sei schlecht? Herzlichen Dank auch. So ein...Ja, nur zu noch mehr Fotos, davon wird meine Laune auch nicht mehr besser. Endlich, wir dürfen wieder in die Klasse, oh nein die Reporterin ist ja immer noch da... Jetzt auch noch Fotos in der Klasse, das endet ja nie. Nicht einmal mehr in Ruhe lesen kann man. Sofort wird ein weiteres Foto gemacht. Ein letztes Bild von der ganzen Klasse, endlich ein Lichtblick. Und jetzt „dürfen“ wir einen Text über den Bericht über den Text schreiben...

Und nun eine etwas andere Auffassung der Ereignisse:

Unglaublich! Nicht zu fassen, dass wir tatsächlich in die Zeitung kommen. Bei unserer Disziplin ist das wirklich ein Wunder! Wie der ganze Krimi zu Stande gekommen ist, fragt die Journalistin. Tja, wie? Ich würde das Buch ja nicht unbedingt mit normalen Krimis in einen Topf werfen, aber bitte. Diese Frage ist wenigstens leicht zu beantworten. Warum nimmt sie mich nicht dran? Ach so, es hat schon jemand geantwortet. Ich muss mich beruhigen. Ich bin viel zu aufgeregt. Es ist einfach wunderbar, dass wir tatsächlich interviewt werden... Verdammt, jetzt habe ich in meiner Glückseligkeit schon wieder fünf Fragen verpasst. Wo ist eigentlich die Anna hin verschwunden? Auch egal, jetzt sollte ich wirklich langsam eine Frage beantworten. Wie die Rollen in unserem Spiel verteilt wurden? Das ist einfach. „Frau Professor Wieser hat und allen einen Zettel mit unseren Rollen gegeben, auf dem auch manchmal ein Adjektiv, wie beispielsweise reich oder klug stand“, sage ich. Das war ja gar nicht so schwierig! Man darf nur nicht schlafen. Da kommt die Anna ja auch schon wieder. Sie war mit fünf anderen draußen für ein Foto? Das hat sie wirklich freiwillig getan? Na ja, auch egal.
Ding dong dong, was die Stunde ist schon vorbei? Schade. Wieso gehen denn alle auf den Gang? Aha, es gibt noch ein abschließendes Gruppenfoto auf der Stiege. Wollen diese Leute vorbei? Wohl nicht...

Das Interview dauert ganze 50 Minuten. Danach ist die Journalistin mit ihren Fragen am Ende. Die Schüler, die sich einigermaßen beruhigt haben, begeben sich voller Stolz ins Stiegenhaus der Schule, zu einem abschließenden Foto. Dass sie dabei den stündlichen Pausen verkehr aufhalten, bemerken sie gar nicht.

Das Spiel beginnt, 
Die Werwölfe töten, 
Das Dorf ist in Nöten, 
Fragen über Fragen, wer sie nur sind.

Texte werden geschrieben, lektoriert und korrigiert, 
 Das Werk ist vollbracht, 
Vorbei nun ist die letzte Nacht. 
Alle warten gespannt, was daraus wohl wird.

Nun blicken wir alle gespannt den Tagen entgegen,
 Da es liegt, das Werk, in allen diesen Bücherläden. 
In die Zukunft schauen wir alle erwartungsvoll, 
Was sie uns nun noch bringen soll.


Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachtsstricken


...vor vielen Jahren hat mir meine Mama einmal erklärt, dass das Christkind jedes Jahr zu Weihnachten so viel zu tun hat, dass man ihm ein bisschen helfen muss, damit auch wirklich jeder ein kleines Geschenk bekommt. Seither versuche ich in jedem Advent für meine Lieben was Schönes zu basteln - und für dieses Jahr habe ich mich hinter die Stricknadeln geklemmt! (...um ehrlich zu sein habe ich schon im Herbst mit der Arbeit begonnen...)

Meine Mama bekommt ein gestricktes Partlet. Sie hat mich damit am Erntedankfest gesehen - und weil es so gut zum Dirndl passte, wollte sie auch so eins, allerdings in einem schön glänzenden trachtentauglichen Grau, mit einem Silberverschluss.

Für meinen coolen Cousin und meinen Bruder gibt es Socken. Vielleicht ein bisschen einfallslos, aber praktisch. Für meinen Papa und den Opa habe ich dem Christkind auch stricken geholfen, für meinen Freund allerdings habe ich einen Gürtel punziert. (Leider habe ich davon vorerst noch kein brauchbares Foto)


...und weil ich inzwischen ja quasi Tante bin, habe ich für meine kleine Nichte (wow, ich komme mir damit so alt und... wichtig vor ^^) auch Söckchen gestrickt -  natürlich in rosa. :)


Fröhliche Weihnachten! 
...und nicht verraten, was das Christkind bringen wird. :)

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Ein Märchen...

Nachdem ich am letzten Wochenende ein wunderbares kleines Fotoshooting zusammen mit Celefindel hatte und außerdem als Märchenerzählerin unterwegs war, gibt es hier nun ein paar Impressionen - passend in Form eines Märchens. :)
 

Es war einmal großer, tiefer Wald, der war wunderschön - doch nur, wenn die helle Somme über den Bäumen stand. Wenn die Nebel jedoch heran krochen und sich die Dämmerung über den Wald senkte, dann - so hieß es - erhobe sich fremde Wesen aus dem Unterholz.


Dennoch gingen oft die klugen Frauen des Dorfes in jenen Wald, denn nur dort wuchsen die besten Kräuter und Früchte, deren Wirkung so wunderbar war, dass selbst von weit her Fremde kamen, um sich von ihnen ihre Leiden kurieren zu lassen. Sogar der König, sagte man, solle nur aus jenem Wald die Medizin bekommen, die er in den allzu hellen Vollmmondnächten benötigte.


Doch was war dies?! - Auf einmal hörten die Frauen ein Rascheln im Unterholz. Schrecklich nahe und böse klang es. Wie erstarrt standen die beiden da, während die Nebel immer näher krochen. Schon längst hatte sich die Sonne hinter dem Horizont verborgen, so als wollte sie nicht sehen, was gleich geschehen würde.


Und da klang auf einmal ein Heulen schrecklich nah - und schrecklich vertraut. Sie waren da.
"Lauf!", war das letzte, was sie schreien konnten.