Dienstag, 20. Dezember 2016

Rotkäppchens Schal

Um meine wunderbaren Wollreste weiter zu dezimieren, habe ich mal zur Abwechslung schlicht einen Schal aus verschiedenen roten und rot-braunen Wollresten gestrickt. Dazu habe ich ein Muster verwendet, das eine leicht wellige, dreidimensionale Textur erzeugt und die Farben in langsam breiter werdenden Streifen ageordnet.

Diesmal habe ich außerdem erstmals mit Fransen gearbeitet; bloß mal zum Versuch, denn irgendwie wirken sie noch ein bisschen schütter, auch wenn ich gefühlt einen ganzen halben Wollknäuel dafür verwendet habe...

Dienstag, 15. November 2016

Kleine Wollgeschenke :)


Das Schöne am Stricken ist, dass man immer weiß, was man seinen Lieben schenken kann: Socken zum Beispiel! Man kann nie genug Socken haben!! Solange es Menschen mit kalten Füßen gibt, wird man Socken brauchen! ...und die Wollresterln kann man dabei auch gut verbrauchen^^

...und einen süßen, kleinen Schal kann man auch immer gut gebrauchen...


Bisher habe ich noch keine Armstulpen gestrickt, aber weil Celefindel sich welche gewünscht hat, habe ich mich über meine Resterln hergemacht und meine ersten Stulpen gestrickt. Fürs erste Mal sind sie ganz hüsch geworden, wenn auch ein bisschen klein, aber es soll ja auch Leute mit schmalen Händen geben. :)


Hier gibt es ein weiteres Dreieck-Tuch aus Vintage-Wolle in schokobraun und kobaltblau mit einem Muster, das auch schon hier zum Einsatz gekommen ist. ich galube, dass das genau das Richtige für meine Oma ist. :)


...und noch mehr Vintage-Wolle gilt es zu verarbeiten. Aus dieser Super-Flausch-Wolle habe ich schlicht ein großes Dreiecktuch gestrickt, ohne Muster, nur mit ein bisschen Farbspiel.


Dienstag, 11. Oktober 2016

Wieder ein viktorianisches Ballkleid!

Man kann ja darüber diskutieren, wie viele Ballkleider frau haben sollte - und wahrscheinlich kann man noch mehr darüber diskutieren, wie viele viktorianische Ballgarderoben frau wirklich braucht - aber auf so eine Diskussion lasse ich mich erst gar nicht ein! ;)


 Ich habe also einen bereits bewährten Dirndl-Schnitt hergenommen und - wieder einmal - meinen guten Vorsatz gebrochen, sicher NIE WIEDER einen Samtstoff zu verarbeiten. (Himmel, was hab ich wieder geflucht...) Als Innenfutter habe ich einen Rest von olivgrünem Taft verwendet.


Das Ergebnis ist allerdings gar nicht so übel geworden. Das Fluchen hat sich also ausgezahlt^^.
Die Ärmel, die knapp auf den Schultern sitzen, habe ich schließlich noch mit einer schokobraunen Spitzenborte verziert, sowie eine schwarze Rosen-Borte (alles beste Reste) über die Häkchen am Verschluss gesetzt. Hinten habe ich noch eine Rosette aus schwarzer Spitze und dem letzten Rest der braunen Borte angenäht, aber die werde ich vielleicht auch wieder abmontieren, irgendwie passt sie mir nicht so ganz ins Konzept.

Und so sieht das ganze nun in getragenem Zustand aus. Und ja, ich weiß, dass ich dringend mehr Unterröcke unter dem Kleid tragen muss, aber für diese Fotos war ich (zugegeben) zu faul dazu.


 Mal sehen, ob ich mit dieser Garderobe irgendwelche werten Gentlemen am nächsten viktorianischen Ball auf mich aufmerksam machen kann...

Loop-Schal aus Vintage-Wolle

In letzter Zeit bekomme ich aus allen möglichen und unmglichen Quellen immer mehr schöne alte Wolle, die unbedingt verstrickt werden will. Deshalb tue ich nun ein gutes Werk und versuche aus den nicht mehr ganz jungen Resten fesche neue Sachen zu machen. :)
Hier nun ein grün-blauer Loop-Schal in hübschem Ajour-Muster, der hoffentlich bald eine neue Besitzerin findet.


...und weil der erste Loop so hübsch geworden ist, gibt es hier gleich noch einen - diesmal allerdings aus einer bunten Flausch-Wolle. Anschließend habe ich auch noch kleine Perlen in jede Raute genäht, damit das ganze auch noch ein bisschen Glitzer bekommt.


Montag, 10. Oktober 2016

Silvester-Schneiderei - Mein k.k. Hofballkleid-Projekt


Zwischen Weihnachten und Neujahr hat man ja (wenn man den richtigen Beruf gewählt hat ^^) doch einige Tage frei, die man sinnvoll nutzen muss. Was also tun? Ich habe die Zeit für ein neues Näh-Projekt genutzt, das - wenn alles sitzt - bei einem historischen Ball demnächst zum Einsatz kommen soll.

Vorerst gibt es aber nur ein paar Bilder von meinem kreativen Chaos...


...es gilt Unmengen an Stoff zu verarbeiten - natürlich in meiner Lieblingsfarbe Grün...
Glänzender oliv-farbener Taft und sanftes Graugrün in rauen Mengen, dazu viel Gold und Glitzer... :)


Der Schnitt des Oberteils ist ein schon mehrfach bewährtes Dirndl-Schnittmuster, das ich z.B. auch hier verwendet habe. Daran habe ich einen etwas ausladenden "Bustle" genäht, der über den Cul-de-Paris fällt und somit die historische Figur noch extra betont.
 





 
Der Rock ist quasi im Bahnenschnitt gefertigt (allerdings völlig schnittmuster-frei), wobei der vordere Teil in einer weiten A-Linie fällt; den hinteren Teil mit Schleppe habe ich in breite Falten gelegt, die schön über den Cul fallen.
Damit der Rock noch hübscher ist (und weil ich den Saum ein bisschen verpfuscht habe), habe ich noch einen Volant aus dem olivgrünen Taft darüber genäht und mit einer glitzerden Goldborte versehen.


 

Und so sieht das Kleid in getragenem Zustand aus. Es gibt dazu noch einen kleinen Überrock/ Bustle aus dem dunkleren Taft, den man nach  Belieben hinzufügen kann. Ach, ich liebe das Kleid!
...aber merkwürdig ist das schon - genau so ein Kleid habe ich auch auf einem uralten Foto gefunden... 
Was für ein Zufall... ^^

 

Und so sah das ganze Kleid schließlich in Aktion aus... 
Ich hatte die unheimliche Ehre auf einem (fiktiven) Diplomatenball die Kronprinzessin Stefanie zu spielen, und zwar an der Seite meines (ganz wider die Geschichte) hinreißenden Gemahls Kronprinz Rudolf.


Nachdem es dann ein paar Wochen später zu einer (fiktiven) Ausstellungseröffnung nach Schottland, Castle Mar, ging, brauchte die Kronprinzessin natürlich noch eine Abendgarderobe. Also KEIN Ballkleid! - Die Regeln sind streng: Ärmel, weniger Ausschnitt... man muss den Unterschied sehen.
Also nahm ich den Rest vom grünen Taft und klemmte mich noch einmal hinter die Nähmaschine.


 Der Grundschnitt war wieder ein einfaches Dirndl-Mieder, dazu ein auslandendes Schößchen.
Und damit der Prunk dann doch nicht zu kurz kommt (Adel verpflichtet...), wurden auf dem ganzen Teil gefühlte zehn Meter Samt- und Goldborte und Posamente vernäht!

 Der Lord of Mar war sichtlich entzückt... schade nur, dass der Kronprinz aus irgendeinem geheimnisvollen Grund partout nich nach Castle Mar kommen wollte...

Dienstag, 20. September 2016

Spitze Spitze! - Mein neues Dreiecktuch

Ich kann es einfach nicht lassen... Also habe ich wieder tief in meine geliebte Woll-Wühl-Kiste gegriffen, ein fesches Garn gefunden und mich endlich an das heran gewagt, was ich schon länger machen wollte: ein richtiges Lace-Tuch aus feinem Garn und mit aufwändigem Muster.













Den spitzen Spitzensaum möchte ich dann mit einem Garn weiter stricken, das mir Celefindel in verschiedenen wunderschön warmen Rottönen gefärbt hat - aber bis ich soweit bin, wird das wohl noch ein Weilchen dauern...

Und so sieht das ganze nun im fertigen Zustand aus. Das Muster ist mir tatsächlich (fast) fehlerfrei gelungen, die Farbfolge schaut toll aus - kurz: ich bin wirklich stolz auf mein Werk! :)


...ich glaube, ich muss noch so ein Tuch stricken...

Freitag, 26. August 2016

Endlich wieder töpfern!


Wie schon im letzten Jahr haben wir uns im Vorfeld des Epic Empires getroffen, um unseren Fundus an möglichst römischer Töpferware aufzustocken. Nachdem Stefan und Veronika bereits (ganz bescheiden) ihre eigenen Büsten angefertigt hatten, blieben für unseren zweiten Durchgang nur noch ein paar Götterstatuen übrig, die mit viel Liebe und noch mehr Fitzeleien schließlich Gestalt annahmen.
Ein Merkur - deutlich an den Flügelchen zu erkennen - und eine Hekate - leider weniger deutlich zuerkennen... - sollten es werden.


Außerdem stand noch das Übliche auf dem Programm: Schälchen in allen möglichen und unmöglichen Formen, ein antikes Spielbrett (quasi das Ur-Mühle-Spiel) eine Kanne und Öllampen. ...und nicht zu vergessen eine dezent phallische Sonnenuhr.^^ Typisch römisch eben...


Postscriptum:
R.I.P. - Die Hekate-Figur hat den Brennvorgang leider nicht überstanden... 
Alles andere ist dafür umso fescher geworden! :)


Und hier fand schlussendlich unser gut gebauter Merkur seinen Patz im Tempel von Neapolis, dem Lager der Antike am Epic Empires. Ich finde neben Athena und Isis macht er sich ganz gut! ;)

Dienstag, 26. Juli 2016

Ein fesches (Larp-) Dirndl

Ein echts Dirndlkleid hat einfach was. Nicht nur, dass es universal einsetzbar ist, larptauglich oder für den Kirchtag, und passend für (fast) jede Epoche; es macht eine tolle Figur, hat einen wallenden Rock, lädt geradezu zum Tanze ein und... es schaut einfach toll aus.

Grund genug mir auch so eines zu nähen.
... und außerdem hatte ich so viele Stoffe zuhause herumliegen, die endlich verbraten werden wollen.
Nach einigem Kramen habe ich mich für einen dunkelgrünen Samtleib entschieden, einen helleren Rock und eine rote Schürze dazu. Und damit es auch ein bisschen kitschig wird, sollen zum Schluss noch ein paar Runden Maschinenstickerei drauf.



Zunächst einmal der Rock:
er besteht aus einem cremefarbenen, dezent gemustertem Stoff (Brokat? Damast?)  und einer Blende aus rostbraunem Taft; ca. 3m Saumumfang.  :)
Die Länge ist genau knöchellang - also weder zu kurz noch unpraktisch lang.

Da es ja kein ganz "echtes" Dirndl werden muss, habe ich den Rock auch nicht ganz so aufwändig  gerafft, sondern schlicht einmal einen Faden durch den oberen Saum gezogen und so recht feine Falten erzeugt.

Für das Oberteil greife ich auf ein schon mehrfach erprobtes Schnittmuster zurück, das sich außerdem recht leicht hier und da variieren lässt. Das Futter mache ich aus einem rostbraunen (ich mag diese Farbe einfach) festen Stoffrest, aus dem ich mir bereits eine wunderschöne Cottehardie gemacht habe.
Außen soll es der grüne Samt sein - und auch wenn ich das Material und die Farbe liebe, frage ich mich bei der Arbeit immer weder "Verdammt, warum ausgerechnet der???" (Ganz abgesehen davon, dass nachher die ganze Wohnung voller dunkelgrüner Fussel war...) Jedes Stück musste außerdem ganz genau mit Heftnaht zusammengefügt werden, da der Stoff sonst unweigerlich verrutscht - eine Arbeit, die ich mir zugegeben nicht immer antue.


Schlussendlich nehmen Futter und Außenteil endlich Form an. Der Schnitt passt und ich bin hoffnungsfroh, dass das ganze Projekt zu einem guten Ende finden wird. Dann müssen beide Teile wieder fein säuberlich zusammengehftet werden - und siehe da, das Futter ist tatsächlich gleich groß, wie der Rest (ein Glück, das mir nicht immer beschieden ist...)


Die Schürze besteht aus einem weich fallenden kirschroten Stoff. Den oberen Bund habe ich wieder aus dem rostbraunen Taft gefertigt. (Ich hoffe ja immer noch, dass sich die Farben weniger schlagen, wenn ich die Kombination nur oft genug wiederhole...) Die Bänder hinten sind extra breit gemacht, damit die Masche auch richtig schön groß wird.
Aus dem Reststoff der Schürze habe ich mir ein quadratisches Schultertuch gemacht, dessen Saum mit meheren Reien grüner Maschinenstickerei verziert ist. Ich finde dieses Tuch passt perfekt für meinen Larp-Charakter in Ismilia, wo ich Grete Thun, geb. Feldbacherin, ein naives Landei mit großen Ambitionen spiele.

Soweit also der bisherige Stand der Dinge. Jetzt fehlt noch der Samtleib mit Knöpfen und allem Drum und Dran - und hier ist er!

Nachdem sich meine Freundin erbarmt und mir die Knopflöcher genäht hat (immer wenn ich die Nähmaschien angreif, will die auf einmal keine Knopflöcher mehr machen...), kann ich in den Endspurt gehen: den Rock an den Leib nähen, Knöpfe und eine Auszier aus einem schlichten, gezackten Band.


Hurrah! Fertig!!! ...und so sieht das ganze vorerst mit Schürze, Dirndlbluse (von der Oma) und allem Drum und Dran aus. :) Das Kleid sitzt ziemlich gut - auch wenn ich es im Nachhinein noch ein bisschen enger hätte machen können...