Freitag, 25. März 2016

Kleine Steampunk-Basteleien


Für unser Steampunk Liverollenspiel im Februar, in dem wir eine k.k. Luftschiff-Kadetten-Akademie bespielen wollten, brauchten wir natürlich allerlei Krimskrams. Vor allem natürlich Barette für die Rekruten und Orden für die Veteranen und Zeug, das einfach nur cool ausschaut.

Um die gebrauchten, weinroten Militär-Barette, die ich in rauen Mengen eingekauft hatte, ein bisschen aufzuhübschen und zu "versteampunken", bekam jedes eine Rosette mit dem Gesicht unseres Kaisers und dem Spruch der Avianer in richtg kitschigem, aber höchst miliärischem Violett:

PRO PRINCIPE IN AERE - Für den Kaiser in der Luft.


Aus einem einsamen Ohrring und einem Rest von dem violetten Band wurde der Orden gebastelt. Eine Sicherheitsnadel hinten drauf und schon kann man einen heroischen Veteranen ehren. :) - Oder einfach nur cool damit angeben...

Außerdem gibt es für einige (wenige) hoch dekorierte Veteranen bzw. Ausbilder in unserer Lehranstalt auch noch Schärpen, die sich sicherlich wunderbar zur Uniform machen. In demselben - äußerst dezenten - Violett muste natürlich auch jeder und jede unserer Rekruten eine Armbinde tragen, um sich als Mitglied der Avianer auszuweisen. Das ergab natürlich wunderbare Interaktionen am Spiel, wenn man zu diskutieren begann, ob ein Zivilist, der an der Akademie unterrichtet, überhaupt Avianisch-Violett tragen durfte... so schafft man mit einfachen Requisiten exquisite Probleme ^^


Und hier nun noch ein paar Impressionen von unserem wunderbaren Spiel!
Die hoch dekorierte Admirälin von Waldberg- Stollenstolz - und ich.  (...falls sich wer fragt, was ich so das ganze Wochenende über gemacht habe: Ich war die chronisch grantige Haushälterin Mamsell Schwarzbauer und habe die Spieler mit Suppe versorgt^^...)


Samstag, 19. März 2016

Wollstutzen mit Muster - Update:)

Um meine Socken-Skills zu verbessern, habe ich mich erstmals an Stutzen mit Zopfmuster herangewagt. Diese ersten Exemplare sind für eine Freundin gedacht, die sich hoffentich über meine Prototypen freuen wird. :)


Und weil es so schön ist - und ich schließlich selbst noch keine Stutzen hatte - hab ich mir nun auch ein grün gestreiftes Paar gemacht; mit einem Trachten-Ajourmuster und "Mausezähnchen-Rand", in den ich ein helles Band eingezogen habe. Ein bisschen Kitsch muss sein. :)



Samstag, 12. März 2016

Stricken mal anders :)

Stricken ist einfach schön. Es entspannt, man hat eine Ausrede nebenbei irgendwelchen Blödsinn im Fernsehehn zu schauen (der übrigens auch sehr entspannend sein kann...) und man hat nachher etwas Hübsches zum Vorzeigen und Anziehen. Außerdem weiß man immer, was man den FreundInnen und Verwandten schenken kann - ganz klar: Socken kann man nie genug haben! :) Im Grunde das perfekte Hobby also!

Und weil es so schön ist, gibt es hier jetzt einfach ein paar lustige Bilder von alternativen Strickmethoden...oder so ähnlich... Einfach so. Zum Spaß.



Sonntag, 6. März 2016

Viktorianischer Hut

Ein weises Wort besagt: Jede gute Gewandung fängt mit einem feschen Hut an.
Deshalb war ich schon lange auf der Suche nach einem passenden Kopfputz für meine viktorianischen Kleider - leider ohne Erfolg. Was macht man da also? - Man macht ihn sich einfach selbst!
Ich habe mir also in einem günstigen Modegeschäft einen einfachen schwarzen Strohut gekauft, sämtliche Bänder herausgetrennt, den Hut brachial ins Wasser gesteckt und anschließend über einer Müslischale neu geformt. Das geht relativ leicht, ich musste nur die Verstärkung an der Hutkrempe aufschneiden. Mit Stecknadeln habe ich ihm noch ein bisschen Form gegeben und alles provisorisch mit einem Band fixiert.


Aus meinem Nähkram-Fundus und dem Bastelgeschäft meines Vertrauens habe ich mir schließlich Spitzenbänder, Borten, Stoffblumen, Knöpfe und Federn zusammengesammelt und mich daran gemacht, den schwarzen Rohling herzurichten. (Dass Straußenfedern doch so teuer sind, hätte ich nicht gedacht...) Einfach herumprobieren und schauen, was am besten passt! :) 
Erstmal alles mit Nadeln feststgesteckt und anschließend mit schwarzem Garn angenäht. - Ich vertaue dem Faden mehr als dem Klebstoff.
Besonders stolz bin ich auf die Spitzenrosette mit Zinnknopf hinten am Hut.


Der Hut sitzt überraschend gut und sicher. Trotzdem möchte ich mir beizeiten auch noch eine passende Hutnadel organisieren. Zu einem feschen viktorianischen Kleid mit hübscher Hochsteckfrisur wird das Hütchen von nun an meine Garderorbe vervollkommenen. :) 
Getragen sieht das ganze dann so aus: 


...und damit man das gute Stück endlich einmal in Aktion sieht, hier zwei Fotos, die im winterlichen Bad Gastein geschossen wurden - selbstverständlich passend zum modischen, viktorianischen Reise-Entsemble:

Donnerstag, 3. März 2016

Strick-Pullover - mein (erstes) Meisterstück :)


Übung macht die Meisterin (fast) - oder: Der Wahnsinn trägt grün :)

Zum Geburtstag bekam ich von meiner lieben Godl (alias Firmaptin) fast einen ganzen Kilo wunderbar grüner Merino-Wolle zum Stricken. Nachdem ich nun schon genügend Socken verbrochen habe und mich auch in ein paar Mustern (4-fach-Zopf!!) ausreichend geübt habe, wagte ich mich endlich an meinen grünen Schatz heran und legte los. Wenn es groß ist, soll es ein Pullover werden...


Damit es so richtig spannend wird, halte ich mich nicht nach einer "offiziellen" Vorlage, sondern experimentiere ein bisschen. :) Ich habe zunächst mit 90 Maschen angeschlagen (Nadelstärke 3) und mit glatten und verkehrten Maschen einen hohen Bund gestrickt. Der Pullover soll auf keinen Fall schlabbrig sitzen, aber irgendwie sah dann die Vorderseite doch ein bisschen klein aus, deshlab habe ich seitlich noch je einen Streifen mit 10 Maschen eingefügt.
Bei den Ärmelausschnitten habe ich dann erst dreimal in jeder Reihe rechts und links zwei Maschen zusammengestricht und dann noch dreimal in jeder zweiten Reihe. Als ungefähre Vorlage habe ich einfach einen Pullunder genommen, der mir sehr gut passt.


Die Vorderseite ist fertig, das Muster ist bis auf ein oder zwei kleine Fehler ganz hübsch geworden - und nun ist die Rückseite dran. Grundsätzlich soll sie dieselben Maße bekommen wie die Vorderseite. Hoffentlich passt sie dann... Ärmel und Kragen folgen noch.

Der zentrale Teil ist fertig. Grundsätzlich bin ich ganz zufrieden, aber jetzt weiß ich, dass man beim Stricken ruhig ein bisschen großzügiger die Maschen berechnen kann. Der Pullover sitzt gut, aber er hätte ruhig auch noch ein paar Maschen breiter sein können. (Gott sei Dank habe ich seitlich noch die beiden Streifen gemacht...) Ärmel folgen noch.

Und hier noch ein Bild von den Ärmeln, bevor ich alle Nähte schließe und alles zusammennähe:
Auch hier habe ich recht hohe Bündchen gestrickt (á 60 M), die Ärmel mit dem obligaten Mittel-Ajourmuster mit je 70 M. Bei den Armausschnitten habe ich das Muster des Brustteils wiederholt (je rechts und links 5M abnehmen, dann dreimal  in jeder Reihe re und li 2 M zusammenstricke und dann noch dreimal in jeder zweiten Reihe) Zum Abschluss habe ich dann ab der Höhe des fünften Karrées in jeder Reihe re und li zwei Maschen zusammengestrickt, bis abgesehen vom Ajour-Muster nichts mehr übrig war.^^


Ich habe offensichtlich gut geschätzt (...aber das nächste Mal halte ich mich streng an die Vorlage, dann wird das Stück nicht ganz so knapp) und das Ergebnis kann sich sehen lassen: