Dienstag, 26. Juli 2016

Ein fesches (Larp-) Dirndl

Ein echts Dirndlkleid hat einfach was. Nicht nur, dass es universal einsetzbar ist, larptauglich oder für den Kirchtag, und passend für (fast) jede Epoche; es macht eine tolle Figur, hat einen wallenden Rock, lädt geradezu zum Tanze ein und... es schaut einfach toll aus.

Grund genug mir auch so eines zu nähen.
... und außerdem hatte ich so viele Stoffe zuhause herumliegen, die endlich verbraten werden wollen.
Nach einigem Kramen habe ich mich für einen dunkelgrünen Samtleib entschieden, einen helleren Rock und eine rote Schürze dazu. Und damit es auch ein bisschen kitschig wird, sollen zum Schluss noch ein paar Runden Maschinenstickerei drauf.



Zunächst einmal der Rock:
er besteht aus einem cremefarbenen, dezent gemustertem Stoff (Brokat? Damast?)  und einer Blende aus rostbraunem Taft; ca. 3m Saumumfang.  :)
Die Länge ist genau knöchellang - also weder zu kurz noch unpraktisch lang.

Da es ja kein ganz "echtes" Dirndl werden muss, habe ich den Rock auch nicht ganz so aufwändig  gerafft, sondern schlicht einmal einen Faden durch den oberen Saum gezogen und so recht feine Falten erzeugt.

Für das Oberteil greife ich auf ein schon mehrfach erprobtes Schnittmuster zurück, das sich außerdem recht leicht hier und da variieren lässt. Das Futter mache ich aus einem rostbraunen (ich mag diese Farbe einfach) festen Stoffrest, aus dem ich mir bereits eine wunderschöne Cottehardie gemacht habe.
Außen soll es der grüne Samt sein - und auch wenn ich das Material und die Farbe liebe, frage ich mich bei der Arbeit immer weder "Verdammt, warum ausgerechnet der???" (Ganz abgesehen davon, dass nachher die ganze Wohnung voller dunkelgrüner Fussel war...) Jedes Stück musste außerdem ganz genau mit Heftnaht zusammengefügt werden, da der Stoff sonst unweigerlich verrutscht - eine Arbeit, die ich mir zugegeben nicht immer antue.


Schlussendlich nehmen Futter und Außenteil endlich Form an. Der Schnitt passt und ich bin hoffnungsfroh, dass das ganze Projekt zu einem guten Ende finden wird. Dann müssen beide Teile wieder fein säuberlich zusammengehftet werden - und siehe da, das Futter ist tatsächlich gleich groß, wie der Rest (ein Glück, das mir nicht immer beschieden ist...)


Die Schürze besteht aus einem weich fallenden kirschroten Stoff. Den oberen Bund habe ich wieder aus dem rostbraunen Taft gefertigt. (Ich hoffe ja immer noch, dass sich die Farben weniger schlagen, wenn ich die Kombination nur oft genug wiederhole...) Die Bänder hinten sind extra breit gemacht, damit die Masche auch richtig schön groß wird.
Aus dem Reststoff der Schürze habe ich mir ein quadratisches Schultertuch gemacht, dessen Saum mit meheren Reien grüner Maschinenstickerei verziert ist. Ich finde dieses Tuch passt perfekt für meinen Larp-Charakter in Ismilia, wo ich Grete Thun, geb. Feldbacherin, ein naives Landei mit großen Ambitionen spiele.

Soweit also der bisherige Stand der Dinge. Jetzt fehlt noch der Samtleib mit Knöpfen und allem Drum und Dran - und hier ist er!

Nachdem sich meine Freundin erbarmt und mir die Knopflöcher genäht hat (immer wenn ich die Nähmaschien angreif, will die auf einmal keine Knopflöcher mehr machen...), kann ich in den Endspurt gehen: den Rock an den Leib nähen, Knöpfe und eine Auszier aus einem schlichten, gezackten Band.


Hurrah! Fertig!!! ...und so sieht das ganze vorerst mit Schürze, Dirndlbluse (von der Oma) und allem Drum und Dran aus. :) Das Kleid sitzt ziemlich gut - auch wenn ich es im Nachhinein noch ein bisschen enger hätte machen können...




Donnerstag, 21. Juli 2016

Super süß und sexy - Kochschürzen :)

Ich hatte da einen wunderbar kitschigen, rosa-rosigen Stoff, von dem ich bis heute nicht weiß, wofür ich ihn eigentlich gekauft habe... Weil ich ihn allerings nicht noch länger herumliegen lassen wollte, habe ich ihn verwurschtet - und zwar zu Kochschürzen. :)


Insgesamt sind sich sechs Schürzen aus dem Stoff ausgegangen: lang und kurz, mit Rüschen, ohne Rüschen, mit Mascherl oder ohne, mit rosa Schrägband oder ohne, mit Spitzen oder sogar mit einer extravaganten Bommel-Borte. Aber was macht man mit so viele Kochschürzen?
...einige davon werden in den nächsten Tagen in Celefindels wundervollem Shop zu finden sein  - schließlich kocht es sich eindeutig viel besser in einer sexy rosa Schürze! ;)




Mittwoch, 20. Juli 2016

Haute-Couture-Strickerei

Diesmal gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf ein Strick-Projekt, das hoffentlich bis zum nächsten Herbst fertig wird (die Chancen stehen gut^^): eine fein gestrickte Oversize-Weste mit aufwendigem Ajour-Muster aus zweierlei Flausch-Wolle.
Die Farben sind in rotbraun gehalten, ich mag diesen warmen Ton einfach, der perfekt zum Herbst passt.

Der Grundschnitt der Weste ist wieder ein schlichtes Rechteck, in das zwei Ärmellöcher gestrickt wurden.


Inzwischen sind auch die Ärmel fertig, schön weit und flauschig - nur zusammen genäht und eingesetzt müssen sie noch werden. Im Vorfeld war es für mich ein bisschen eine Zitterpartie, ob die restliche Wolle wohl für beide Ärmel reichen würde, oder ob die Weste womöglich doch noch ärmellos würde, aber es ist sich alles wunderbar ausgegangen und es bleibt noch immer genug Wolle für einen breiten Schalkragen übrig. :)

So, nun ist das riesengroße Stück fertig - und ich muss sagen: den Oversize-Look habe ich völlig erfüllt. Ich hoffe, ich habe es damit nicht übertrieben, aber ich denke nach dem Waschen und Spannen schaut das Ganze dann schon wieder anders aus.^^




Mittwoch, 6. Juli 2016

Dreiecktuch aus Garnresten mit Quasten

Reste sind bekanntlich da, um verbraucht zu werden... Deshalb habe ich aus verschiedenen Garnen (ein Gutteil davon noch aus dem Fundus meiner lieben Oma) dieses bunte Dreiecktuch im Gipsy-Style gestrickt. Die bunten Quasten aus den "besten Resten" mag ich daran besonders. :)
Wann und wo ich das gute Stück tragen werde, weiß ich noch nicht - aber wenn es einmal in Aktion treten wird, wird es auch sicher wieder manche feschen Fotos davon geben.