Dienstag, 3. Januar 2017

Viktorianischer Popo - mein neuer Cul-de-Paris

 "Schatz, sieht mein Hintern fett aus in diesem Kleid?" - Auf diese Frage kann ein Mann heutzutage nur eine falsche Antwort geben. Im Zeitalter Viktorianischen Mode hingegen war die einzig wahre Antwort: "Ja, Liebling, dein Allerwertester ist unheimlich groß und wohlgeformt in diesem Kleid." ...oder so ähnlich...

Als ausgewiesene Liebhaberin der Mode dieser Epoche, habe auch ich einen solchenPo-Polster, oder eleganter ausgedrückt einen Cul-de-Paris (Pariser Hintern) in meinem Kostümfundus. Bisher allerdings bestand dieser bloß aus einem alten Leinensackel mit alter Polsterfüllung und einem Banderl zum Um die Hüften Binden. Wenig elegant und noch weniger hübsch.
Mein erster Vorsatz im neuen Jahr war dementsprechend, mir meinen alten Hintern ein bisserl fescher herzurichten. (Wie das klingt...) Zum Glück sind Stoffreste und Borten inzwischen kein Problem mehr für mich.

Gewühlt - gefunden. Aus einem hellgrünen Stoffüberrest, der als Unterkleid für eine Cottehardie gedient hatte, einem Rest besticktes Tischtuch (von meiner Oma, glaub ich) und einigen alten Borten und Bändern, wurde schließlich ein mehrlagiger Volant über meinen alten Cul-de Paris gelegt.
Im Grunde habe ich den alten Unterbau nur verschönert und etwas angenehmer tragbar gemacht, indem ich das Band nicht mehr irgendwie um die Hüften tragen muss, sondern es bequem in der Taille binden kann. Der nächste viktorianische Ball kann kommen!


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